Neubau eines Mutter-Kind-Hauses

Wir unternehmen große Anstrengungen, um die medizinische Versorgung von Müttern und Kindern und die Sicherheit rund um die Geburt zu verbessern. Deshalb finanzieren wir den Neubau eines Mutter-Kind-Hauses als Erweiterung des bestehenden Krankenhauses. Der Bau macht gute Fortschritte und soll 2019 fertiggestellt werden.

Seit vielen Jahren unterstützen wir die Entwicklung des Krankenhauses in Chaurjahari (Rukum). Es liegt in einer gebirgigen und abgelegenen Region im mittleren Westen Nepals. Obwohl das Krankenhaus nur 52 Betten hat, erreicht es dennoch etwa 700.000 Menschen aus drei verschiedenen Distrikten. Die Patientenzahl hat stark zugenommen und das Krankenhaus ist brechend voll.

In dieser Region besteht ein enormer Förderbedarf der Gesundheitsinfrastruktur. Die Distrikte dort gehören zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten im Land. Eine Statistik der Regierung zeigt die hohe Kindersterblichkeit in dieser Region, wonach 12 Prozent der Kinder vor ihrem fünften Lebensjahr sterben. Eine Ursache dafür ist, dass nur bei 21,6 Prozent der Geburten eine Geburtshelferin anwesend ist und es kaum feste Fachärzte in der Region gibt.

Unser Ziel ist es, die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate zu senken und für eine gute medizinische Versorgung zu sorgen. Wir sind sehr froh, dass das Ärzteehepaar Dr. Kaleb Budha als Kinderarzt und seine Frau Sadichhya als Gynäkologin fest im Hospital angestellt ist. Beide wurden während ihres Studiums von uns mit Stipendien unterstützt.

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Der Bedarf für ein Mutter-Kind-Haus ist groß,da seit dem verheerenden Erdbeben viele Kinder unter Mangelernährung mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen leiden. Seit kurzem erhält das Krankenhaus durch die nepalesische Regierung finanzielle Unterstützung für Entbindungen, weshalb nun mehr Frauen zur Entbindung ins Krankenhaus kommen.

Der Bau des Mutter-Kind-Hauses ist gut vorangeschritten, auch wenn es durch heftige Regenfälle im Monsun immer wieder zu Erdrutschen kam und sich dadurch der Transport des Baumaterials verzögerte. Inzwischen steht der Rohbau und ein 5-köpfiges Team aus Achern war Vorort, um bei den Bauarbeiten durch Tatkraft und Fachwissen mitzuhelfen.

Bisher haben wir schon drei Container mit Hilfsgütern nach Rukum geschickt, um sicherzustellen, dass das Krankenhaus auch gut ausgestattet ist. Wir freuen uns, dass durch das Mutter-Kind-Haus die medizinische Qualität auf ein neues Niveau gehoben wird.