Saatgut für Kleinbauern

Bebalem liegt im Südwesten des Tschad, etwa 75 km von der Provinzhauptstadt Moundou entfernt. Von Bebalem sind nur ein paar Kilometer zum Logone, einem ganzjährig wasserführenden Fluss mit beinahe 1000 km Länge. In und um Bebalem wohnen etwa 20.000 Menschen, die in der Hauptsache von Landwirtschaft und Viehzucht leben. Ein Stromnetz oder eine Wasserversorgung gibt es nicht. Das Wasser muss an Brunnen gepumpt und nach Hause getragen werden, und nur vereinzelt gibt es kleine Solarpanels an den Häusern, die ein bisschen Strom für Beleuchtung liefern. Auf den Feldern werden vor allem Erdnüsse, Hirse und Mais angebaut. Durch den Klimawandel kommt es häufiger zu Trockenheit und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Regenzeit ist häufiger unterbrochen und wenn er regnet, dann oft sintflutartig. Darüber hinaus gibt es kaum Verdienstmöglichkeiten und die Armut in dieser Gegend nimmt zu. Da es immer häufiger zu Mangelernährung kommt, sind viele Menschen geschwächt und werden anfälliger für Krankheiten. Hier wollen wir ansetzen, um durch bessere Ernten die Gesundheit der Bevölkerung zu fördern.

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  • Trocken
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Mit dem Bürgermeister von Bebalem haben wir nach Möglichkeiten gesucht, wie der Dorfbevölkerung am besten geholfen werden kann. Wir möchten dazu beitragen, dass die Einwohner Bebalems vom Ertrag ihrer Felder leben können. Deshalb haben wir beschlossen, dass wir besseres Saatgut zur Verfügung stellen. Zunächst wollen wir unter der Aufsicht des Bürgermeisters auf einem Versuchsfeld Erdnüsse anbauen lassen. Diese Erdnüsse kommen auch mit langanhaltender Trockenheit zurecht und ergeben einen höheren Ertrag. Dies ist eine gute Starthilfe für die Bauern und hilft ihnen bei der Selbstversorgung. So können sie ihre Familien besser ernähren und sehen einen Sinn, in ihrer Heimat zu bleiben.